Man müsste
Man sollte
Man möchte
Man würde so gerne
Müde - und irgendwie demotiviert angesichts eines intransparenten Systems, in dem man steckt
Stillstand
In der Luft auf dem Seil hängend in den Abgrund blickend und zögernd: vor oder zurück?
Absturz wer auf dem Seil denkt
Die Schulweltverbesserer
Gedanken und Beobachtungen des pädagogischen Nachwuchses
Mittwoch, 11. Februar 2009
Montag, 26. Januar 2009
Das ästhetische Wiesel
Ein Wiesel
saß auf einem Kiesel
inmitten Bachgeriesel.
Wißt Ihr
weshalb?
Das Mondkalb
verriet es mir
im Stillen:
Das raffinier-
te Tier
tats um des Reimes willen.
Christian Morgenstern, 1905
saß auf einem Kiesel
inmitten Bachgeriesel.
Wißt Ihr
weshalb?
Das Mondkalb
verriet es mir
im Stillen:
Das raffinier-
te Tier
tats um des Reimes willen.
Christian Morgenstern, 1905
Sonntag, 25. Januar 2009
Gedankenexperiment
Man müsste vor jeder Unterrichtseinheit erstmal den Wissensstand der Schüler offenlegen. Konkret das Wissen jedes einzelnen. Nur dann wüsste man, was er bereits kann und welche Meinungen, Ideen und Vorurteile ihn prägen und beherrschen. Damit hätte man einerseits eine Arbeitsgrundlage für die Klasse und andererseits wüsste man, wo man gezielt beim Einzelnen ansetzen muss, um ihn zu fördern und zu entwickeln. (Gedanken beim Lesen von sehr schönes Philosophieessays aus dem 13. Jahrgang)
Mittwoch, 14. Januar 2009
Willkommen...und Abschied
WILLKOMMEN
...ihr lieben Fältchen, die ihr nichts mehr zu lachen habt...
...meine grandiose Kaffeemaschine, die du nun endlich einen äußerst bedeutungsvollen Platz in meinem Leben bekommen hast...
...Überspanntheit, die den Kampf gegen meine doch zunächst so schwer errungene Gelassenheit derzeit gewonnen hat...
...ihr lieben Fältchen, die ihr nichts mehr zu lachen habt...
...meine grandiose Kaffeemaschine, die du nun endlich einen äußerst bedeutungsvollen Platz in meinem Leben bekommen hast...
...Überspanntheit, die den Kampf gegen meine doch zunächst so schwer errungene Gelassenheit derzeit gewonnen hat...
Freitag, 9. Januar 2009
Gewöhnung
...Festzuhalten ist: Meine Arbeitszeiten sind nicht kompatibel mit einem herkömmlichen Schultag und dem damit verbundenen Rhythmus.
Mittwoch, 7. Januar 2009
Mittendrin
Nun merk ich es richtig: wir sind mittendrin, mitten im Referendariat. Heute war der erste Schultag nach den Weihnachtsferien, noch immer habe ich einen Stapel Klassenarbeiten rumliegen. - Und da liegen sie mitten im produzierten Chaos des Suchens nach tollen Ideen und Zielen für die Menge anstehender Unterrichtsbesuche. Ich sitze mittendrin und denk: Kann jetzt bitte mal jemand vorbeikommen, um aufzuräumen, abzuwaschen und die Zeit bis zu den Osterferien zu planen. Der erste Tag heute...und alles fühlt sich nach notwendigen und lang ersehnten Dauerferien an...Das Leben ist kein Wunschkonzert und langsam muss ich auch mal im Takt bleiben.
- Oh, das ist kein eifrig klingender und vor Idealen übersprudelnder Beitrag. Man legt sich Schichten zu, wird rauh und zäh und muss sich zwingen, dass Wesentliche, das Eigentliche nicht aus den Augen (oder besser vielleicht: dem Gefühl) zu verlieren. Das ist seltsam: Man hat so ein komisches Gefühl und muss dann noch auf ein anderes achten...Dabei scheint dieser Ausbildungsabschnitt doch derjenige, aus dem Gefühle, Nachdenken und Derartiges zu verbannen sind, um unbeschadet hervorzugehen.
- Oh, das ist kein eifrig klingender und vor Idealen übersprudelnder Beitrag. Man legt sich Schichten zu, wird rauh und zäh und muss sich zwingen, dass Wesentliche, das Eigentliche nicht aus den Augen (oder besser vielleicht: dem Gefühl) zu verlieren. Das ist seltsam: Man hat so ein komisches Gefühl und muss dann noch auf ein anderes achten...Dabei scheint dieser Ausbildungsabschnitt doch derjenige, aus dem Gefühle, Nachdenken und Derartiges zu verbannen sind, um unbeschadet hervorzugehen.
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